Fussbodenkühlung


Die Laminatfußböden von Balterio können unter strikten Bedingungen mit Fußbodenkühlsystemen oder mit Kombinationssystemen von Fußbodenheizung und -kühlung verwendet werden.

Worum geht es?

Fußbodenkühlung ist ein System, das dafür sorgt, dass der Fußboden sich während einer warmen Periode nicht erwärmt und/oder sogar etwas abkühlt, so dass die Raumtemperatur im Haus behaglich bleibt.

Wie funktioniert es?

Fußbodenkühlung funktioniert wie Fußbodenheizung, nur umgekehrt. Das Leitungssystem in der Fußbodenkonstruktion wird mit Wasser mit einer Mindesttemperatur von 18 °C oder mehr gefüllt, damit immer ein Mindesttemperaturunterschied zwischen Zimmer und dem Wasser im Fußbodenkühlsystem gewährleistet ist. Während der warmen Jahreszeit kann so der Fußboden gekühlt werden. Das einigermaßen kühle Wasser sorgt für eine Abkühlung des Fußbodens. Da der Fußboden kühler als die Raumtemperatur ist, wird der Raum als behaglicher empfunden. Es ist wichtig zu wissen, dass die Temperatur des Kühlwassers in der Fußbodenkonstruktion zur Senkung der Raumtemperatur um einige Grad nicht wirklich kalt zu sein braucht; einige Grad unter der Raumtemperatur reichen schon aus.

Welche Fußbodenkühlsysteme können in Kombination mit Laminatfußböden von Balterio verwendet werden?

Nur 1 Typ Fußbodenkühlung ist mit den Laminatfußböden von Balterio kompatibel: dieser, wobei relativ kaltes Wasser durch Kunststoffleitungen fließt, die in die Fußbodenkonstruktion integriert sind. In den meisten Fällen besteht die Fußbodenkühlung aus einer Kombination mit einem Fußbodenheizsystem.

Worauf ist bei Fußbodenkühlsystemen oder bei einer Kombination eines Fußbodenheizsystems mit Fußbodenkühlung zu achten?

Die Laminatfußböden von Balterio können in Räumen mit Fußbodenheiz - und/oder Fußbodenkühlsystemen in Kombination mit jedem Typ Unterboden von Balterio verlegt werden. Wenn ein Laminatfußboden von Balterio in Kombination mit einem Unterboden eines anderen Anbieters verwendet wird, müssen Sie sicherstellen, dass der Gesamtwärmewiderstand (R), also von Laminatfußboden + Unterboden, unter 0,15 m² K/W liegt. Wenden Sie sich dazu an den Lieferanten des Unterbodens und/oder an Ihren Installateur.

Wärmedurchlasswiderstandswerte (gemäß der Norm ISO 8302 - 1991)
Der maximal zugelassene Wärmedurchlasswiderstand (R) von Fußbodenbekleidungen beträgt 0,15  m².K/W.

Dicke Wärmedurchlasswiderstand R
7mm 0,046 m² K/W
8mm (Xpressions) 0,062 m² K/W
8mm 0,057 m² K/W
9mm (Grande) 0,080 m² K/W
9mm 0,066 m² K/W
Iso-Trans 0,085 m² K/W
Iso-Silent 0,07 m² K/W
Thermo-Trans 0,02 m² K/W
Thermo-Silent 0,01 m² K/W

  1. Fußbodenkonstruktion:
    • die Kühlelemente (kaltes Wasser in Kunststoffleitungen) sind in die Fußbodenkonstruktion eingegossen;
    • testen Sie vor der Verlegung der Fußbodenbekleidung das Fußbodenkühlsystem gemäß den Anweisungen des Installateurs;
    • der Feuchtegehalt darf im Estrich/in der Fußbodendeckschicht an keiner Stelle höher sein als 1,5 % (entsprechend der CM-Methode).

  2. Verlegung:
    • Schalten Sie die Fußbodenkühlung vorher ganz aus; der Fußboden darf vor, während und in den ersten 24 Stunden nach der Verlegung des Laminatfußbodens nicht kälter sein als 18 °C;
    • sorgen Sie für eine Dehnfuge von 8 bis 10 mm an allen Seiten des Fußbodens und an allen sonstigen Hindernissen. Für größere Flächen muss pro 10 laufende Meter ein Übergangsprofil angebracht werden, wie auch zwischen verschiedenen Zimmern, um dieselbe Dehnfuge zu bekommen.

  3. Das Kühlen:
    • Warten Sie nach der Verlegung des Fußbodens mindestens 24 Stunden, ehe Sie die Fußbodenkühlung wieder (schrittweise) einschalten;
    • Vermeiden Sie zu große Temperatursprünge und stellen Sie Ihre Kühlung immer nur schrittweise höher oder tiefer (max. 5 °C/Tag); auch am Anfang und Ende der Kühlperiode, und sorgen Sie dabei immer dafür, dass zwischen Zimmer und Fußboden keine großen Temperaturunterschiede entstehen.

  4. Wenn mit einem Fußbodenkühlsystem oder einem Kombinationssystem von Fußbodenheizung und –kühlung gekühlt wird, muss ganz besonders darauf geachtet werden, dass Kondensation vermieden wird. Zu diesem Zweck ist ein Kondenskontrollsystem zu installieren. Kondensation entsteht, wenn die Temperatur unter den Taupunkt sinkt. Der Taupunkt ist der Punkt, an dem die Luft gesättigt ist und nicht länger Feuchtigkeit aufnehmen kann. Der Taupunkt hängt von der Temperatur und der relativen Luftfeuchte ab. Aufgrund der Kondensgefahr kann nicht mit einer unbegrenzt niedrigen Wassertemperatur gearbeitet werden. Die Wassertemperatur darf nur einige Grad unter der Raumtemperatur liegen, und sie muss dabei mittels eines geeigneten Systems zum Schutz vor Kondensation kontrolliert werden. Die Wahl der richtigen Regelvorrichtung ist hier äußerst wichtig. Ein geeignetes Kondenskontrollsystem funktioniert wie folgt: eine hochwertige Regelvorrichtung berechnet den Taupunkt (= 100  % Feuchtigkeit) und schaltet die Anlage aus, ehe der Taupunkt erreicht wird (z. B. bei 95  % relative Luftfeuchte; die ideale relative Luftfeuchte für Laminat liegt bei 55 %). Die Anlage wird entweder ausgeschaltet, indem das System über die Regelvorrichtung selbst die Kühlung ausschaltet, oder indem die primäre Zufuhr von gekühltem Wasser in die Anlage unterbrochen wird. Ein Kondenskontrollsystem, das erst bei eintretender Kondensbildung eingreift, ist absolut unzureichend.

  5. Lesen Sie bei der Verlegung eines Laminatfußbodens auf einem Fußbodenkühlsystem oder auf einem Fußbodenheizsystem, das auch kühlen kann, immer die Garantiebedingungen.

Die Garantiebedingungen für Laminatfußböden von Balterio gelten ausschließlich bei Verlegung auf einem Fußbodenkühl - oder Fußbodenheizsystem, das auch kühlen kann, wenn alle folgenden Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind:
  • die Kühlelemente mit kaltem Wasser sind in die Fußbodenkonstruktion eingegossen
  • der Wärmewiderstand des Laminatfußbodens von Balterio in Kombination mit dem verwendeten Unterboden liegt unter 0,15 m² K/W
  • es ist eine hochwertige Regelvorrichtung vorhanden, welche die Anlage ausschaltet oder die primäre Zufuhr von gekühltem Wasser in die Anlage unterbricht, bevor der Taupunkt erreicht wird
  • zu keinem einzigen Zeitpunkt ist Kondensbildung möglich

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